Sonntag, 25. Juni 2017

MEIN LEBEN als ZUCCHINI, GILLES PARIS

Rezensionsexemplar




Titel: Mein Leben als Zucchini
Autor/in: Gilles Paris
Genre: Roman
Erschienen am: 23.01.2017
 Verlag: KNAUS
Seiten: 237
Format: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag/
eBook (epub)
Preis: 14,99€/
9,99€
Kaufen? Hier! 
ISBN: 978-3-8135-0770-6/
978-3-641-21576-7


Bewertung insgesamt: ****


Klappentext

NICHT JEDER HAT
DAS GLÜCK EIN
WAISENKIND ZU SEIN!

Zu diesem Schluss kommt der kleine Icare,
Spitzname Zucchini, als er nach dem tragischen Tod
seiner Mutter in ein Kinderheim eingewiesen wird.
Zum ersten Mal findet Zucchini Freunde - und entdeckt,
dass das Leben trotz trauriger Erlebnisse unglaublich
witzig, bunt und aufregend sein kann.

Dieses lebenskluge Buch erinnert daran,
wie großmütig und nachsichtig die Kinder dieser Welt
mit den Erwachsenen sind.

>>Das Buch ist so irre traurig, so irre rührend,
so irre einfühlsam und dabei trotzdem unheimlich komisch.<<
Bild am Sonntag 

Inhaltsangabe aus dem Buch

 Der neunjährige Icare, Spitzname Zucchini, lebt allein mit seiner Mutter, seit sich Vater mit einer anderen davongemacht hat. Da seine Mutter nur Bier trinkt und mit dem Fernseher spricht, muss Icare den Äpfeln auf dem Speicher seinen Kummer erzählen. Einer Tages entdeckt er beim Spielen einen Revolver. Ein Schuss löst sich - und Zucchini ist ein Waisenkind. Doch das Kinderheim entpuppt sich als überraschendes Glück. Zum ersten Mal hat Zucchini Freunde, auch wenn der coole Simon, der weinerliche Ahmed, die ängstliche Alice oder der immer hungrige Jujube von den Dramen ihrer Kindheit gezeichnet sind.

Gilles Paris' einfühlsam aus der Sicht eines Neunjährigen erzählter Roman ist eine wunderebare Liebeserklärung an die Kinder - an ihre unsentimental klare Weltsicht, ihrem geradlinigen Mut und ihre Bereitschaft vorbehaltslos zu lieben. Eine Geschichte voller Poesie, fein changierend zwischen Humor, Nachdenklichkeit, Situationskomik und Hoffnung. Als Animationsfilm adaptiert von Claude Barras.

Über den Autor

GILLES PARIS wurde am 5. April 1959 im französischen Suresnes geboren. Nach anfänglichem Studium der Wirtschaftswissenschaften arbeitete er drei Jahre lang als Dokumentar im Ministerium für Jugend und Sport. Er verbrachte längere Zeit in Sierra Leone und Griechenland, bevor er nach Paris zurückkehrte. Nach Stationen bei verschiedenen Buchverlagen arbeitet er heute als Journalist. Sein Roman Mein Leben als Zucchini erschien erstmals 2004 bei Knaus und wurde von Claude Barras verfilmt.

Erster Satz

Seit ich denken kann, will ich den Himmel umbringen wegen
Mama, weil sie immer sagt: >>Der Himmel, mein kleiner, der
ist so groß, damit wir nie vergessen, wie klein unsereins dane-
ben ist.<< 

Meine Meinung

Das Cover des Buches sieht süß aus mit den Figuren. Es sind -soweit ich weiß- auch die Figuren aus dem Film des Jahres 2004.
Der Titel passt auch super zur Story. Am Anfang, als ich den Namen "Zucchini" gehört habe, dachte ich, dass das Gemüse gemeint ist, aber dem ist ja nicht so :D 
Die Geschichte ist gut geschrieben, jedoch gibt es auch langweilige Stellen (recht häufig). 
Die einzelnen Charaktere werden sehr gut beschrieben und ich fand auch ganz toll, wie Gilles Paris die einzelnen Personen liebevoll gestaltet hat. Sie sind einem sofort ans Herz gewachsen. 
Die Geschichte besticht vor allem durch den authentischen und überzeugenden Schreibstil, der eindeutig einem Kind zuzuordnen ist. Es zeigt die Sicht eines Kindes auf die Welt und auf seine Mitmenschen. Was man in dem Buch sehr stark bemerkt hat ist, dass Kinder Dinge oft ganz anders als Erwachsene begreifen und man diese deshalb häufig für merkwürdig hält. Zudem hinterfragt Zucchini viel und geht damit seiner Umwelt manchmal gehörig auf die Nerven, was echt knuffig gezeigt wird.
Auf der einen Seite ist das Buch sehr schön, weil Zucchini und die anderen Kinder so viel Freundschaft und Liebe erfahren, allerdings haben alle Kinder des Waisenhauses auch schlimme Dinge erlebt. Diese werden auch nach und nach aufgedeckt, was einerseits spannend, aber auch leider oft sehr haarsträubend und schrecklich ist.
Auch die Beziehung, die zwischen Zucchini und Camille (auch ein Mädchen aus dem Heim, welches erst später als Zucchini kommt) entsteht, wird sehr süß dargestellt. Diese erste Liebe gibt ihm einiges zu denken und seine Gedanken kreisen eigentlich permanent um sie.

Als Fazit kann ich sagen, dass das Buch "Mein Leben als Zucchini" ein traurig-schönes Buch über Freundschaft, Liebe und Zugehörigkeitsgefühl ist, welches durch seine Charaktere und vor allem seinem Schreibstil überzeugt.
An sich hat mir das Buch gut gefallen, da jedoch meiner Meinung nach keine Spannung vorhanden ist, hatte ich nicht das Gefühl, das ich das Buch an einem Stück zu Ende lesen musste. Ich hatte daher manchmal einfach keine Lust mehr es zu lesen.

Also: Das Buch ist recht gut, aber ich würde es nur denen empfehlen, die gerne eine Geschichte über das Leben von Kindern lesen wollen. Denjenigen, die Spannung haben wollen, empfehle ich das Buch nicht.



Ein großer Dank an das Bloggerportal und auch Dankeschön an den Verlag KNAUS für das Rezensionsexemplar!



Eure Jacky 

Montag, 22. Mai 2017

Das Scherbenhaus

von Susanne Kliem


Das Scherbenhaus 


Bewertung insgesamt: *****

Genre: Psychothriller
Erschienen am: 20. März 2017
Verlag: Carl´s Books
Seiten: 329 Seiten
Format: Taschenbuch/Softcover
Preis: 14,99€
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Klappentext

Carla Brendel wird seit Monaten von einem Stalker verfolgt, der ihr Fotos mit bedrohlichen Motiven schickt: Menschliche Haut. Ein Messer. Wunden. Aus Angst vor dem Fremden flüchtet sie aus ihrer idyllischen Heimatstadt in Norddeutschland zu ihrer Halbschwester nach Berlin. In Ellens luxuriöser Wohnanlage "Safe Haven", die mit neuesten Sicherheitssystemen ausgestattet ist, fühlt sie sich beschützt. Doch kurz nach ihrer Ankunft verschwindet Ellen spurlos, ihre Leiche wird wenige Tage später aus der Spree geborgen. Ein tragischer Unfall? Oder wissen die anderen Hausbewohner mehr, als sie sagen? Carlas Zweifel wachsen. Sie bleibt und sucht nach der Wahrheit. Dabei merkt sie schnell, dass im "Safe Haven" ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen. Und es tödlich enden kann, wenn man zu viele Fragen stellt …

Ein raffinierter Psychothriller, der in die Abgründe der menschlichen Psyche vordringt und den Leser bis zur letzten Seite in Bann hält.

      Über den Autor

    Susanne Kliem wurde 1965 am Niederrhein geboren. Sie arbeitete als Pressereferentin für Fernsehserien von ARD und ZDF und für das größte deutsche Theaterfestival »Theater der Welt«. Seit 2009 schreibt sie Krimis, für die sie bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde. Zuletzt erschien von ihr der Roman "Trügerische Nähe".

    Erster Satz

    "Die Häuser der alten Stadt duckten sich zusammen in der Kälte."

    Meine Meinung 

    Das Cover stellt eine Fensterwand dar und passt perfekt zum Wohnhaus in dem das Meiste der Geschichte geschieht.
    Der Roman ist vom Sprachstil in der Alltagssprache geschrieben und in 22 Kapitel unterteilt, wobei immer aus der auktorialen Erzählperspektive berichtete wird. 
    Das Buch ist von Anfang an spannend geschrieben und leitet einen zum dauerhaften Weiterlesen. Zum Ende hin wird es nochmal besonders spannend.
    (Achtung Spoileralarm!)
    Carla wird in ihrem kleinen Dorf von einem Stalker heimgesucht und bekommt Drohbriefe mit Fotos von Wunden und Sprüchen wie "Hab nur noch ein wenig Geduld, bald lernen wir uns kennen." Sie  wird von Angstattacken geplagt und mag nicht mehr alleine sein. Zur selben Zeit meldet sich ihre Halbschwester Ellen bei ihr, mit welcher sie kaum Kontakt hat und bittet sie dringend zu ihr nach Berlin. Aufgrund der Panik in Ellens Stimme fährt Carla hin und fühlt sich in der Masse von Menschen sicherer. Ellen verrät ihr, dass sie ein Geheimnis über jemanden aus ihrem nagelneuen und hochmodernen Wohnhaus herausgefunden hat. Sie bangt um ihr Leben und versichert Carla, dass wenn sie tot aufgefunden wird, es kein Unfall war. 
    Als Carla und Ellen dann mitten in Berlin in einem Restaurant sitzen und Ellen einen Anruf bekommt, rausgeht und nie wieder kommt, nimmt die Geschichte ihren Lauf. Ellen wird tot aufgefunden und Carla zieht nach ein paar Überlegungen in Ellens Wohnung des Smart Homes, welches Carla nun geerbt hat. Sie versucht selbst, nachdem die Polizei den Fall zu den Akten gelegt hat, weiter zu forschen. 
    Es ereignen sich alarmierende Vorfälle im hochkomplexen Wohnhaus. 
    Neben einer sich entwickelnden Liebe wird die Unterdrückung und Abhängigkeit eines im Wohnhaus lebenden Sadisten mitreißend erzählt. 

    Fazit

    Die Geschichte ist von Anfang an spannend geschrieben und lässt einen kaum noch los. Es scheint nicht vorhersehbar, wer der Täter ist. 
    Auch ist die sich entwickelnde Beziehung zwischen Carla und einem Mann aus dem Wohnhaus perfekt eingebaut. Denn man weiß bis knapp vor dem Ende nicht, was man von dem Mann und somit von der Beziehung halten soll. 
    Besonders schön fand ich das abschließende Happy End.
    Susanne Kliem hat es wirklich geschafft eine "hintergründige Psychospannung" aufzubauen und diese schön zu verpacken!

    Ich fand das Buch super und kann es jedem empfehlen, der Thriller mag und bis zum Schluss überlegen möchte, wie es ausgehen könnte.



    Vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!



    Eure Celina 

    Samstag, 13. Mai 2017

    Die Schatten von Race Point, PATRY FRANCIS

    Rezensionsexemplar



     Titel: Die Schatten von Race Point
    Auto/in: Patry Francis
    Genre: Roman
    Erschienen am: 20.03.2017
    Verlag: blanvalet
    Seiten: 590
    Format: Taschenbuch, Klappenbroschur
    Preis: 9,99€
    Kaufen? Hier!
    ISBN: 978-3-7341-0337-7


     Bewertung insgesamt: *****


    Klappentext

    Eine Liebe, die stärker ist

    als das Leben. Ein dramatisches

    Ereignis, das alles für immer

    verändern wird... 

     Cape Cod, 1978. Als Kinder sind Hallie Costa und
    Gus Silva unzertrennlich, als Teenager werden sie
    ein Liebespaar -bis ein folgenschwerer Vorfall am
    Strand von Race Point sie scheinbar unwiederbringlich
    auseinandertreibt. Doch Hallie kann ihren Freund nie
    vergessen, und als Gus Jahre später des Mordes angeklagt
    wird, muss sie sich ihren Gefühlen stellen, denn seine
    gesamte Existenz steht auf dem Spiel. Kann sie ihm
    noch einmal helfen, bevor es zu spät ist? Hallie kehrt
    in ihre Heimatstadt zurück und stößt dort auf dunkle
    Geheimnisse von ungeahnten Dimensionen...

    Inhaltsangabe aus dem Buch

    Hallie Costa wächst in einer Umgebung voller Geborgenheiten auf: Nach dem frühen Tod ihrer Mutter lebt sie allein mit ihrem geliebten Vater Nick in einer Kleinstadt am äußersten Zipfel von Cape Cod, wo der Arzt dank seiner guten Ratschläge bekannt ist wie ein bunter Hund. Als die Stadt schwer erschüttert wird durch den Mord an der Mutter von Gus Silva, nimmt Hallie sich ihres Mitschülers an. Zusammen mit ihrem gemeinsamen Freund Neil Gallagher bilden sie bald ein unzertrennliches Trio. Aus Gus' und Hallies Freundschaft wird Liebe -bis ein Zwischenfall am Strand von Race Point das Paar auseinandertreibt und Gus eine folgenschwere Entscheidung trifft: Er tritt dem Priesterseminar bei. Jahre später ist er ein geschätzter Seelsorger. Doch dann taucht eine mysteriöse Frau auf, die die Nähe zu dem jungen Priester sucht, und plötzlich setzt ein weiterer Mordfall Gus' gesamte Existenz aufs Spiel. Hallie spürt, dass sie an den Ort ihrer Kindheit zurückkehren muss, um ihrem früheren Freund zu helfen. Doch ist sie dazu tatsächlich in der Lage? Und wie gut kennt sie Gus wirklich?

    Über die Autorin

    Patry Francis, geboren 1950 in
    Brockton, Massachusetts, lebt mit
    ihrer Familie auf Cape Cod. Ihre
    Erzählungen und Gedichte sind
    in zahlreichen literarischen Zeit-
    schriften erschienen, und sie wurde
    mehrfach für den renommierten
    Pushcart-Preis nominiert.
    Die Schatten von Race Point ist ihr
    erster Roman bei Blanvalet.

    Erster Satz

                                                                 Letzter Eintrag aus den Tagebüchern
                                                                                 von Gustavo Silva junior
    "9. Januar 2011                                   

    Im Gefängnis lernst du, dass niemand unschuldig ist."
    __________________________________________
    "ES WAR ENDE Oktober, die erste kalte Nacht des Jahres, als die neunjährige Hallie Costa dem tanzenden Lichtschein ihrer Taschenlampe die Dachtreppe hinauf folgte, unwiderstehlich angezogen von dem schwarzen Himmel, dem brackigen Geruch des Windes, der in Böen von der Bucht herüberwehte, und der Gesellschaft des Möwerichs, der neben dem Schornstein schlief."

     Meine Meinung

    Das Cover von dem Buch sieht sehr schön aus, jedoch finde ich, dass ein Strand besser zur Geschichte gepasst hätte. Die einzelnen Dinge lassen das Buch gut zu Geltung kommen und ich finde auch, helle Farben sehen immer super aus :D
    Der Titel passt auch gut zur Story, da überall -egal wo du bist- Geheimnisse sind. 
    Die Geschichte ist wirklich beeindruckend geschrieben! Ich kam einfach nicht mehr von dem Buch weg! Die Stellen der Liebesgeschichte, aber auch als es packend wurde, haben mir sehr gefallen.
    Patry Francis schafft es mit ihrer unglaublich tollen Erzählweise eine Geschichte über Familie, Freundschaft, Liebe und Verrat zu schreiben, ohne der Geschichte die Spannung zu nehmen.
    Die einzelnen Charaktere werden toll beschrieben und ich hatte oft das Gefühl, ich würde Hallie, Gus und Neil wirklich kennen, weil sie auch in der allwissenden Person geschrieben wurden. Aber so, dass man auch wusste, wer gerade von den Charakteren dran ist.
    Zudem finde ich auch toll, dass die Autorin die Geschichte wirklich glaubwürdig geschrieben hat. Nicht zu romantisch und doch auch wieder schön, wie eine junge Teenager-Liebe beschrieben wurde.
    Es gab natürlich auch mal Stellen wo man dachte, dass nichts mehr kommt, aber dann wurde es wieder super spannend!

    Dieses Buch zeigt uns was Liebe ist, wie stark der Zusammenhalt einer Familie sein kann, wie tief die Abgründe einer menschlichen Seele sein können und was Egoismus und Neid aus einem Menschen machen können.

    Als Fazit kann ich sagen, dass mir die Geschichte super gefallen hat. Patry Francis hat es geschafft, die Geschichte nicht zu kitschig -oder sonst noch was- zu schreiben, sondern hat es genau perfekt für einen geschrieben. Der Roman zeigt einem wirklich, wie das echte Leben sein kann und das auch nicht immer alle Menschen ehrlich zu einem sind. Ein dramatischer, vielschichtiger und bewegender Roman. Das war für mich auch der Grund, warum ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte!

    Also: Mir hat die Geschichte super gefallen! Ich liebe sie!


    Ein großer Dank an das Bloggerportal und auch Dankeschön an den Verlag Blanvalet für das Rezensionsexemplar!



    Eure Jacky 

    Donnerstag, 11. Mai 2017

    Medea Stimmen

    von Christa Wolf

     


    Bewertung insgesamt: ***

    Genre: Roman
    Erschienen am: Januar 1998
    Verlag: dtv
    Seiten: 217 Seiten
    Format: Taschenbuch/Softcover
    Preis: 9,99€
    Kaufen? Hier!


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    Klappentext

    Als Frau des Argonauten Jason lebt Medea in Korinth, wohin sie ihm aus ihrer Heimat Kolchis gefolgt ist. Im königlichen Palast Korinths gerät sie in ein Spiel aus Verleumdungen, Intrigen und Lügen. Der Kampf um die Macht steht im Mittelpunkt, und Medea soll als Sündenbock geopfert werden. Die Medea der griechischen Tragödie, die Barbarin, Giftmischerin, die rachsüchtige Mörderin – hier wird diese Frauenfigur aus dem jahrtausendealten Mythos gelöst, das überkommene Bild revidiert. In ihrem Erfolgsroman erzählt Christa Wolf die Geschichte der Medea neu und entwirft das Porträt einer eigenwilligen, ungewöhnlichen Frau.

        Über den Autor

      Christa Wolf wurde am 18.März 1929 als Tochter eines Kaufmannes in Landsberg/ Wartha geboren. Sie studierte in Jena und Leipzig Germanistik, arbeitete als Verlagslektorin und lebte dann als freie Schriftstellerin in Berlin. Ihr umfangreiches erzählerisches und essarisches Werk ist mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet worden.

      Erster Satz

      "Auch tote Götter regieren."

      Meine Meinung 

      Das Cover stellt alte Figuren dar und passt sehr gut zu der zeitlichen Geschichte von Ovid Metamorphosen, auf die dieser Roman beruht.
      Der Roman ist vom Sprachstil in der Alltagssprache geschrieben und die 11 Monologe werden von 6 Personen gesprochen, weshalb keine kontinuierlich voranschreitende Handlung vorhanden ist. Es werden die verschiedenen Sichtweisen auf Medea abgebildet.
      Der Inhalt ist gut verpackt und nicht langwierig. Ich würde es nicht als spannend bezeichnen, doch als Lektüre für die Uni oder Schule ist es definitiv wunderbar geeignet. 
      Medea, die Tochter des Königs von Kolchis, ist die Protagonistin über die die anderen Monologe meistens handeln. Sie hat Jason in ihrer Stadt dazu verholfen in Besitz des goldenen Vlieses zu gelangen. Dann flieht sie mit ihm und den Argonauten.
      Daraufhin gelangen sie nach Korinth. Nach außen hin regiert dort der König Kreon, wohingegen jedoch der erste Astronom Akamas im Hintergrund der Leitende ist.
      Gefährlich wird es für Medea, nachdem sie der Königin eines Tages folgt und das Staatsgeheimnis herausfindet. Dabei handelt es sich um eine unmoralische Tat des Königs, bei der er seine Tochter töten ließ, damit sein Sturz verhindert wurde.
      Akamas erfährt darüber, dass Medea über die Tat Bescheid weiß und  setzt alles darauf Gerüchte zu verbreiten, damit sie in der Gesellschaft schlecht angesehen ist. Dies führt endgültig dazu, dass sie aus der Stadt verbannt wird. Ihre Kinder werden gesteinigt und der Mythos verbreitet, dass sie selbst sie ermordet hätte.



      Fazit

      Die Geschichte ist auf der textuellen Grundlage von Ovid Metamorphosen geschrieben, da bei beiden der Medea Mythos vorhanden ist. Christa Wolf ergänzte ihre Roman noch um das derzeit aktuelle Thema der emanzipierten Frau und stellte dies mit Hilfe der Medea als eigenständige Frau und der Korinther als unterwürfige Frauen dar. Außerdem kann man gut verfolgen, dass sie im Gegensatz zum Ovid Mythos nicht als böse sondern durchgehend moralisch handelnde Person dargestellt wird. 
      Alles in allem merkt man schnell, dass dies ein Roman ist, welchen man gut analysieren kann und sich somit perfekt als Grundlage für die Schule oder das Studium eignet. Der Inhalt ist ebenfalls interessant und weiterzuempfehlen. 



      Eure Celina 

      Mittwoch, 10. Mai 2017

      Der Psychologe

      von Gabriel Rolón


      Der Psychologe 


      Bewertung insgesamt: ****

      Genre: Kriminalroman
      Erschienen am: 12. Dezember 2016
      Verlag: btb
      Seiten: 379 Seiten
      Format: Taschenbuch/Softcover
      Preis: 9,99€
      Kaufen? Hier!


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      Klappentext

      Pablo Rouviot ist Psychologe, ein Mann der Sprache, der weiß, dass jedes Wort noch etwas anderes bedeuten kann, als es den Anschein hat. Als eines Tages die junge Paula Vanussi in seiner Praxis in Buenos Aires auftaucht und ihn um ein psychologisches Gutachten bittet, ahnt er zunächst nicht, in welche Machenschaften ihn dieser Auftrag verwickeln wird. Er soll bescheinigen dass Paulas Bruder Javier, der seit frühester Kindheit an schweren Persönlichkeitsstörungen leidet, schuldunfähig ist. Ein Fall von besonderer Brisanz, denn angeblich soll Javier seinen eigenen Vater, einen einflussreichen Geschäftsmann, ermordet haben. Der Psychologe ahnt, dass sich hinter alldem ein dunkles Drama verbirgt, zu dessen Auflösung er sein ganzes psychoanalytisches Können aufbieten muss.

          Über den Autor

        Gabriel Rolón, geboren 1961 in Buenos Aires, studierte Psychologie und avancierte in kürzester Zeit zum bekanntesten Analytiker Argentiniens. Seine Bücher »Auf der Couch« und »Trauer, Panik, Leidenschaft«, Erzählungen über wahre Fälle aus der Praxis, waren in Argentinien Bestseller.

        Erster Satz

        "Nichts kommt dem Tod so nah wie das Schweigen, und er weiß das."

        Meine Meinung 

        Das Cover sieht aus wie der Schimmer auf einem See, sagt jedoch nichts über den Inhalt des Buches aus und ist auch nicht sehr imposant. 
        Der Roman ist vom Sprachstil in der Alltagssprache geschrieben und in jedem der vier übergeordneten Kapitel wird aus der Ich-Perspektive des Psychologen Pablo Rouviot geschrieben. Dadurch kann man die Gedankengänge während der Gespräche sehr gut nachverfolgen. 
        Ich muss sagen, dass ich den Anfang sehr zäh fand und teilweise gar keine Lust hatte weiter zu lesen. Dabei wird Pablo Rouviot zunächst vorgestellt. 
        Er ist Psychologe in einer renommierten Praxis im Stadtkern von Buenos Aires. Die Klientin seines besten Freundes und Kollegen bittet in eines Tages, dass der berühmte Psychologe und Autor, ein gerichtliches Gutachten für ihren Bruder schreiben soll. 
        (Achtung Spoileralarm!)
        Denn diesem soll bescheinigt werden, dass er zum vermeintlich begangenen Mord an dem gemeinsamen Vater unzurechnungsfähig war. 
        Daraufhin fängt Pablo an nachzuforschen und begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit. Denn wie er selber öfter sagt zieht ihn diese förmlich an. 
        In vielen Gesprächen mit den Betroffenen erfährt man über die Herangehensweise eines Psychologen.
        Abgesehen davon hat mich der Roman erst ab Mitte des dritten Kapitels wirklich gereizt, sodass ich es in einem durch lesen wollte. 
        Denn ab diesen Zeitpunkt führt er innige Gespräche mit den Familienangehörigen und betroffenen Personen, sodass sich erahnen lässt wie die Mordnacht abgelaufen ist und wer der tatsächliche Mörder war (mit meiner ersten Vermutung lag ich im Nachhinein falsch). Er spricht mit allen Kindern und erfährt über die grausamen Taten des getöteten Vaters, wozu nicht nur Demütigung und Misshandlung sondern auch Missbrauch gehörte.
        Dabei erläutert er Fachbegriffe schlüssig und vor allem flüssig eingebracht in seinem Roman. 
        Währenddessen gerät Pablo wegen seiner Nachforschungen aber in das Visier von ebenso zwielichtigen Männer wie der Ermordete, welcher Drahtzieher in grausamen Machenschaften gewesen sein soll.  

        Fazit

        Die Geschichte ist zunächst sehr langwierig und nicht sehr ansprechend. Dennoch werden die Strategien und Vorgehensweisen des Psychologen schön dargestellt und teilweise erläutert.
         Besonders als er mit der jüngsten Tochter spricht, welche noch ein Kind ist, wobei er selbst keinen Kinderpsychologen darstellt.
        Die Geschichte stellt einen sehr schönen Rahmen.
         Das Ende ist im Gegensatz zum Anfang sehr gut ausgearbeitet, weshalb man im Nachhinein die Gefühle des Misshandelten gut verstehen kann.

        Alles in allem ist es leider nur eine gute Geschichte, da der Schluss den weniger gelungenen Anfang nicht komplett ausgleichen konnte. 

        Das Buch ist dennoch besonders geeignet für Leser, die Krimis mögen und außerdem Interesse an der Psyche und den möglichen Abgründe des Menschen hat.


        Vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!



        Eure Celina 

        Donnerstag, 4. Mai 2017

        "MAKE-UP" -Xelly


        von Xelly Cabau Van Kasbergen

        Make-Up 


        Bewertung insgesamt: ***

        Genre: Beauty
        Erschienen: 2017
        Verlag: Südwest
        Seiten: 159 Seiten
        Format: Gebundenes Buch, Pappband
        Preis: 16,99€
        Kaufen? Hier!


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        Klappentext

        Xelly verrät in diesem Buch die Beauty-Geheimnisse, mit denen sie auch prominente Kundinnen wie Sylvie Meis begeistert. In vielen Step-by-Step-Fotos erfahren die Leserinnen, wobei es beim Make-Up und der Frisur ankommt, um mit kleinem Einsatz große Wirkung zu erzielen.

          Über den Autor

        Xelly Cabau van Kasbergen ist Visagistin. Unter anderem arbeitet sie für Schwester Yolanthe Schnejder-Cabau (niederländische Schauspielerin und Model) und vor allem für die in Deutschland sehr prominente Moderatorin Sylvie Meis.

        Erster Satz

        "Make-Up ist für mich ein Mittel, um die eigene Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen."

        Meine Meinung 

        Das Cover passt perfekt zum Thema und zeigt ein schönes natürliches Make-up.
        In dem Buch werden viele Bilder zum Veranschaulichen benutzt. Es wird erklärt, wie man in einfachen Schritten ein schönes Make-up hinbekommt. 
        Außerdem wird beschrieben, welche Utensilien man für die folgenden Anleitungen braucht. 

        Zunächst wird kleinschrittig und mit Bildern illustriert erklärt, wie das Basis Make-up aufgetragen wird. 
        Daraufhin aufbauend folgt, wie Lidstrich, Wimperntusche und alles Weitere aufgetragen werden müssen, um die wirklich professionellen Looks zu erreichen.  
        Besonders ansprechend finde ich, dass Xelly in ihrem Buch erläutert, welche Art von Make-up am besten zu seiner Gesichtsform passt. 
        Auch werden die Arten von Nagellack und Peelings eingebracht.

        Mit den am Ende gezeigten Bildern und Erklärungen von einigen Stars, die sie geschminkt hat, wird das Buch abgerundet.



        Fazit

        Das Buch wirkt nicht kommerziell, sondern wirkt wie ein freundlicher und kompetenter Ratgeber. 
        Es ist besonders für Einsteiger geeignet, die noch nicht recht wissen wie sie sich schminken sollen. Und vor allem was man auf keinen Fall machen soll. 
        Schön animiert sind die vorher- nachher Bilder und das genaue schrittweise Erklären. 
        Dennoch ist es ähnlich wie andere Schminkbücher aufgebaut und teilweise werden die Anleitungen vom Inhalt her wiederholt. 
        Es ist nicht anspruchsvoller als Bücher vom gleichen Genre, weshalb es einem Fortgeschrittenem wenig hilft. 

        Vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!



        Eure Celina