Dienstag, 18. Juli 2017

Das Geheimnis der Schwimmerin, ERIKA SWYLER

Rezensionsexemplar





 Titel: Das Geheimnis der Schwimmerin
Autor/in: Erika Swyler
Genre: Roman
Erschienen am: 10.07.2016
Verlag: Limes
Seiten: 326
Format: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag/
eBook (epub)
Preis: 19,99€/
15,99€
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ISBN: 978-3-8090-2648-8/
987-3-641-15954-2


Bewertung insgesamt: ** (und noch einen Halben ;))


Klappentext

UM EINE FLUCH ZU
BANNEN, MUSST DU DIE
QUELLE FINDEN.

Simon Watson lebt allein in einem verwitterten Haus an
der Küste Long Islands. Eines Tages findet er ein altes
Buch auf seiner Türschwelle, das ihn sofort in seinen
Bann zieht. Die brüchigen Seiten erzählen von einer
großen Liebe, vom dramatischen Tod einer Schwimmerin
 und vom dramatischen Schicksal einer
ganzen Familie - Simons eigener Familie. Denn wie es
scheint, finden die Watson-Frauen seit 250 Jahren im
Wasser den Tod - immer am 24.Juli. Auch Simons
Mutter ertrank in den Fluten Atlantiks. Als nun seine
Schwester Enola zu Besuch kommt, scheint sie seltsam
verändert - und der 24. Juli steht unmittelbar bevor...

Inhaltsangabe aus dem Buch

Gab es in dem e-Book, welches ich bekommen habe, leider nicht...

Über den Autor

und weitere Mitwirkende...

ERIKA SWYLER besuchte die New York University und hat bereits für die Bühne sowie diverse Literaturmagazine und Anthologien geschrieben. Geboren und aufgewachsen in Long Island, lernte sie schwimmen, noch bevor sie laufen konnte. Vor Kurzem zog sie von Brooklyn zurück in ihren Heimatort, der sie zu ihrem Debüt Das Geheimnis der Schwimmerin inspirierte.

WERNER LÖCHER-LAWRENCE, geboren 1956, studierte Journalismus, Literatur und Philosophie, arbeitete als wissenschaftlicher Assistent an der Universität München und als Lektor in verschiedenen Verlagen. Er ist der Übersetzer von u.a. Ethan Canin, Patricia Dunker, Michael Ignatieff und Jane Urquhart.

SASCHA ROTERMUND ist ein gefragter Hörbuchinterpret und Synchronsprecher. Er leiht seine Stimme u.a. Joaquin Phoenix, Christian Bale und Jon Hamm in Mad Man. Für Random House Audio liest er u.a. die Romane von Nora Roberts und Katherine Webb.

Erster Satz

"Vorn auf dem Hochufer hockt das Haus und ist in Gefahr."

Meine Meinung

Das Cover war das erste, was mich dazu gebracht hat, dass ich es als Rezensionsexemplar angefragt habe. Dann hat mich auch noch der Klappentext angesprochen und sehr interessiert. Ich finde, es hat das gewisse Etwas, dass man es sich angucken und auch durchlesen muss und gespannt ist, wie die Geschichte oder eher gesagt das Geheimnis der Schwimmerin denn ist. Was ich gut finde ist, dass das Wort "Schwimmerin" aus dem Titel des Buches gut auf dem Cover wiedergegeben wird, da die Frau ein mit Wasser gefülltes Glas in der Händen hält und Das Wasser einen Strudel bildet.  Das hat mich am meisten fasziniert.
Der Titel ist auch super zur Geschichte ausgesucht worden, da sich die ganzen Handlungen um die Schwimmerinnen dreht und man auch wissen will, was das Geheimnis ist.
Was mich am meisten enttäuscht hat ist, dass die Geschichte soo langweilig geschrieben wurde, dass ich dabei fast eingeschlafen wäre (am helligsten Tag) und ich einfach keine Lust mehr hatte, es zu lesen. Zudem wechseln die Perspektiven von Vergangenheit zu Gegenwart pro Kapitel, was ich nach einer Weile auch nicht mehr so toll fand. Man hat in den einzelnen Kapiteln kaum Informationen bekommen und so hatte ich im Endeffekt eigentlich keinen Grund die Geschichte weiter zu lesen, weil ich mir dachte, dass das Geheimnis nie aufgedeckt wird. Was ich allein gut fand war, dass in der Vergangenheit in der dritten Person und in der Gegenwart in der Ich-Perspektive geschrieben wurde, sodass man erkannt hat, was jetzt dran war.
Schade war, dass ich mich gar nicht so richtig in die Charaktere hineinversetzen konnte und auch zu keinem einen richtigen Draht herstellen konnte...
Trotzalledem finde ich, dass die Idee an sich gar nicht so schlecht ausgesucht worden ist, jedoch die Umsetzung misslungen ist. Es hätte einfach nicht so viele langweilige Stellen geben sollen, wodurch man einfach die Lust am Lesen verloren hat.

Als Fazit kann ich sagen, dass mir die Geschichte nicht sehr gefallen hat. Leider war das Buch für mich viel zu lang gezogen, sodass ich einfach keine Lust mehr hatte das Buch zu lesen, um das Geheimnis heraus zu bekommen. Die Idee der Geschichte ist gut, aber leider die Umsetzung nicht. Schade eigentlich.

Also: Für mich war die Geschichte zu sehr in die Länge gezogen, weshalb ich sie nicht weiter empfehlen würde.

Ein großer Dank an das Bloggerportal und auch Dankeschön an den Verlag Limes für das Rezensionsexemplar!


Eure Jacky

Montag, 10. Juli 2017

Bruderlüge (Bd.2 der Reihe)-Kristina Ohlsson



von Kristina Ohlsson

Bruderlüge 

Bewertung insgesamt: *****

Genre: Thriller
Erschienen am: 13.06.2017
Verlag: Limes
Seiten: 444 Seiten
Format: Taschenbuch/Softcover
Preis: 14,99€
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Klappentext

Martin Benner befindet sich in der Hand von Unterweltboss Lucifer, der ihm den Auftrag erteilt, Mio zu finden – den Sohn der Serienmörderin Sara Texas. Wohl fühlt sich Benner damit nicht, schließlich arbeitet er nun für denjenigen, der Sara solche Angst einjagte, dass sie von einer Brücke gesprungen ist. Doch damit nicht genug: Jemand ist dabei, Benner zwei Morde anzuhängen, und er hat keine Ahnung, wer das ist. Als Benner von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird, begreift er, dass er nicht durch Zufall in die ganze Geschichte geraten ist, sondern dabei eine wichtige Rolle spielt.

      Über den Autor

    Kristina Ohlsson, Jahrgang 1979, arbeitete als Expertin für EU-Außenpolitik, Nahostfragen und Terrorismusbekämpfung, bevor sie sich dem Schreiben widmete. Mit ihrem Debütroman Aschenputtel gelang ihr der internationale Durchbruch als Thrillerautorin, gefolgt von weiteren Fällen von Fredrika Bergman und Alex Recht. Neben der Veröffentlichung ihrer erfolgreichen Jugendbücher, präsentiert Kristina Olsson nun einen ihrer neuen Ermittler: Anwalt Martin Brenner, der in Schwesterherz und Bruderlüge einen aufsehenerregenden Fall löst.

    Erste Sätze

    "Es tut weh, Schwesterherz zu lesen. Mann, ich erinnere mich einfach noch so verdammt gut daran, wie alles anfing. Lucy experimentierte im Büro mit Sonnencremes herum, und ich hatte heimliche Dates. Aber nach Texas war das schöne Leben vorbei. Machen Sie sich darauf gefasst: Die Geschichte, die ich Ihnen gleich erzählen werde, ist noch viel heftiger. Viel düsterer. hier geht es nicht mehr um ein Schwesterherz. Jetzt ist Mio dran."

    Meine Meinung 

    Das Cover ist äquivalent zu dem von Schwesterherz gestaltet, weshalb schon deutlich wird, dass es sich hierbei um den zweiten Band handelt. Dabei steht ein Mann vor einem Meer auf einer Art Steg und geht einen Schritt voraus. Der Himmel ist wolkig und das Meer ist noch leicht zu erkennen. Man kann viel aus dieser Gestaltung deuten. Für mich war es auf der einen Seite, dass Martin Brenner seiner Hinrichtung immer weiter entgegenläuft (hier das Meer), und zum anderem aber auch die Möglichkeit, dass man immer weiter gehen soll und egal was für ein Abgrund auf einen warten möge, man nicht stehen bleibt. 

    Der Roman ist vom Sprachstil in der Alltagssprache geschrieben und in 47 Kapitel unterteilt, wobei immer aus der personalen Erzählperspektive berichtete wird. Zwischen den Kapitel wird der Leser durch ein Interviewgespräch, welches Brenner zum Zeitpunkt des Lesens führt, darauf hingewiesen, dass die Geschichte "Bruderlüge" eine Nacherzählung bzw. Zusammenfassung darstellen soll. 
    (Achtung Spoileralarm!)
    Martin Brenner bekommt seine Tochter nach der Entführung durch Lucifer wieder mit dem Auftrag, dass er Mio finden soll. Mit Hilfe von Lucy, welche nun dauerhaft bei ihm ist, kommen sie dem Geschehen immer weiter auf die Spur. Für beide ist es eine komische Situation eine Art des richtigen Zusammenlebens und Familiendarseins zu führen, auch wenn Lucy sich nichts anderes sehnlicher wünscht. 
    Martin Brenner muss sich dem Konflikt stellen, dass er zum einen seine wichtigsten Menschen schützen möchte, aber zum anderen auch weitere Erkenntnisse über das Verschwinden von Mio herausstellen möchte. 
    Die Neugier kann ihm nicht weichen und so sucht er nach immer neuen Informationen. 
    Währenddessen wird er wegen 2 neuer Morde immer wieder zur Polizei gerufen und als Mörder in Betracht gezogen (bzw. betitelt). 
    Der erste Band stellt die perfekte Grundlage für den abschließenden Roman dar, denn die unbeendeten Kleinigkeiten werden hier aufgelöst und die Geschichte nimmt eine unerwartete Wende. 
    Martin Brenner weiß nicht mehr wem er vertrauen soll. Selbst bei Lucy zweifelt er, ob sie nicht diejenige ist, die die Morde begangen hat. 
    Er gerät in einen Strudel von Ereignissen, weshalb man ihm gebannt folgt. Zum Schluss geht es eher weniger um den Jungen, da die Vergangenheit und damit die Feinde von Brenner in den Vordergrund der ganzen Zusammenhänge rücken. 

    Fazit

    Abschließend lässt sich nur sagen, dass es schade ist die Reihe mit dem 2 Buch schon beendet zu haben. Denn es ist wirklich eine mitreißende Geschichte mit einer unerwarteten Wende. Man fängt an über seine Vergangenheit nachzudenken, und was für Folgen es haben kann, wenn nicht über die Familie geredet wird. Auch sollte man nicht jede Annahme, welche durch nichts zu belegen ist, einem anderen zur Last legen. 
    Mit einer deutlichen Moral ist das Buch perfekt abgerundet. Ich konnte den Roman nicht so leicht wieder aus der Hand legen!

    Ich fand das Buch super und kann es jedem empfehlen, der Thriller mag und bis zum Schluss überlegen möchte, wie es ausgehen könnte.
    PS: Das Ende finde ich echt schade und habe mir gewünscht, dass es doch noch glücklicher ausgeht. 



    Vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

    Sonntag, 25. Juni 2017

    MEIN LEBEN als ZUCCHINI, GILLES PARIS

    Rezensionsexemplar




    Titel: Mein Leben als Zucchini
    Autor/in: Gilles Paris
    Genre: Roman
    Erschienen am: 23.01.2017
     Verlag: KNAUS
    Seiten: 237
    Format: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag/
    eBook (epub)
    Preis: 14,99€/
    9,99€
    Kaufen? Hier! 
    ISBN: 978-3-8135-0770-6/
    978-3-641-21576-7


    Bewertung insgesamt: ****


    Klappentext

    NICHT JEDER HAT
    DAS GLÜCK EIN
    WAISENKIND ZU SEIN!

    Zu diesem Schluss kommt der kleine Icare,
    Spitzname Zucchini, als er nach dem tragischen Tod
    seiner Mutter in ein Kinderheim eingewiesen wird.
    Zum ersten Mal findet Zucchini Freunde - und entdeckt,
    dass das Leben trotz trauriger Erlebnisse unglaublich
    witzig, bunt und aufregend sein kann.

    Dieses lebenskluge Buch erinnert daran,
    wie großmütig und nachsichtig die Kinder dieser Welt
    mit den Erwachsenen sind.

    >>Das Buch ist so irre traurig, so irre rührend,
    so irre einfühlsam und dabei trotzdem unheimlich komisch.<<
    Bild am Sonntag 

    Inhaltsangabe aus dem Buch

     Der neunjährige Icare, Spitzname Zucchini, lebt allein mit seiner Mutter, seit sich Vater mit einer anderen davongemacht hat. Da seine Mutter nur Bier trinkt und mit dem Fernseher spricht, muss Icare den Äpfeln auf dem Speicher seinen Kummer erzählen. Einer Tages entdeckt er beim Spielen einen Revolver. Ein Schuss löst sich - und Zucchini ist ein Waisenkind. Doch das Kinderheim entpuppt sich als überraschendes Glück. Zum ersten Mal hat Zucchini Freunde, auch wenn der coole Simon, der weinerliche Ahmed, die ängstliche Alice oder der immer hungrige Jujube von den Dramen ihrer Kindheit gezeichnet sind.

    Gilles Paris' einfühlsam aus der Sicht eines Neunjährigen erzählter Roman ist eine wunderebare Liebeserklärung an die Kinder - an ihre unsentimental klare Weltsicht, ihrem geradlinigen Mut und ihre Bereitschaft vorbehaltslos zu lieben. Eine Geschichte voller Poesie, fein changierend zwischen Humor, Nachdenklichkeit, Situationskomik und Hoffnung. Als Animationsfilm adaptiert von Claude Barras.

    Über den Autor

    GILLES PARIS wurde am 5. April 1959 im französischen Suresnes geboren. Nach anfänglichem Studium der Wirtschaftswissenschaften arbeitete er drei Jahre lang als Dokumentar im Ministerium für Jugend und Sport. Er verbrachte längere Zeit in Sierra Leone und Griechenland, bevor er nach Paris zurückkehrte. Nach Stationen bei verschiedenen Buchverlagen arbeitet er heute als Journalist. Sein Roman Mein Leben als Zucchini erschien erstmals 2004 bei Knaus und wurde von Claude Barras verfilmt.

    Erster Satz

    Seit ich denken kann, will ich den Himmel umbringen wegen
    Mama, weil sie immer sagt: >>Der Himmel, mein kleiner, der
    ist so groß, damit wir nie vergessen, wie klein unsereins dane-
    ben ist.<< 

    Meine Meinung

    Das Cover des Buches sieht süß aus mit den Figuren. Es sind -soweit ich weiß- auch die Figuren aus dem Film des Jahres 2004.
    Der Titel passt auch super zur Story. Am Anfang, als ich den Namen "Zucchini" gehört habe, dachte ich, dass das Gemüse gemeint ist, aber dem ist ja nicht so :D 
    Die Geschichte ist gut geschrieben, jedoch gibt es auch langweilige Stellen (recht häufig). 
    Die einzelnen Charaktere werden sehr gut beschrieben und ich fand auch ganz toll, wie Gilles Paris die einzelnen Personen liebevoll gestaltet hat. Sie sind einem sofort ans Herz gewachsen. 
    Die Geschichte besticht vor allem durch den authentischen und überzeugenden Schreibstil, der eindeutig einem Kind zuzuordnen ist. Es zeigt die Sicht eines Kindes auf die Welt und auf seine Mitmenschen. Was man in dem Buch sehr stark bemerkt hat ist, dass Kinder Dinge oft ganz anders als Erwachsene begreifen und man diese deshalb häufig für merkwürdig hält. Zudem hinterfragt Zucchini viel und geht damit seiner Umwelt manchmal gehörig auf die Nerven, was echt knuffig gezeigt wird.
    Auf der einen Seite ist das Buch sehr schön, weil Zucchini und die anderen Kinder so viel Freundschaft und Liebe erfahren, allerdings haben alle Kinder des Waisenhauses auch schlimme Dinge erlebt. Diese werden auch nach und nach aufgedeckt, was einerseits spannend, aber auch leider oft sehr haarsträubend und schrecklich ist.
    Auch die Beziehung, die zwischen Zucchini und Camille (auch ein Mädchen aus dem Heim, welches erst später als Zucchini kommt) entsteht, wird sehr süß dargestellt. Diese erste Liebe gibt ihm einiges zu denken und seine Gedanken kreisen eigentlich permanent um sie.

    Als Fazit kann ich sagen, dass das Buch "Mein Leben als Zucchini" ein traurig-schönes Buch über Freundschaft, Liebe und Zugehörigkeitsgefühl ist, welches durch seine Charaktere und vor allem seinem Schreibstil überzeugt.
    An sich hat mir das Buch gut gefallen, da jedoch meiner Meinung nach keine Spannung vorhanden ist, hatte ich nicht das Gefühl, das ich das Buch an einem Stück zu Ende lesen musste. Ich hatte daher manchmal einfach keine Lust mehr es zu lesen.

    Also: Das Buch ist recht gut, aber ich würde es nur denen empfehlen, die gerne eine Geschichte über das Leben von Kindern lesen wollen. Denjenigen, die Spannung haben wollen, empfehle ich das Buch nicht.



    Ein großer Dank an das Bloggerportal und auch Dankeschön an den Verlag KNAUS für das Rezensionsexemplar!



    Eure Jacky 

    Montag, 22. Mai 2017

    Das Scherbenhaus

    von Susanne Kliem


    Das Scherbenhaus 


    Bewertung insgesamt: *****

    Genre: Psychothriller
    Erschienen am: 20. März 2017
    Verlag: Carl´s Books
    Seiten: 329 Seiten
    Format: Taschenbuch/Softcover
    Preis: 14,99€
    Kaufen? Hier!


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    Klappentext

    Carla Brendel wird seit Monaten von einem Stalker verfolgt, der ihr Fotos mit bedrohlichen Motiven schickt: Menschliche Haut. Ein Messer. Wunden. Aus Angst vor dem Fremden flüchtet sie aus ihrer idyllischen Heimatstadt in Norddeutschland zu ihrer Halbschwester nach Berlin. In Ellens luxuriöser Wohnanlage "Safe Haven", die mit neuesten Sicherheitssystemen ausgestattet ist, fühlt sie sich beschützt. Doch kurz nach ihrer Ankunft verschwindet Ellen spurlos, ihre Leiche wird wenige Tage später aus der Spree geborgen. Ein tragischer Unfall? Oder wissen die anderen Hausbewohner mehr, als sie sagen? Carlas Zweifel wachsen. Sie bleibt und sucht nach der Wahrheit. Dabei merkt sie schnell, dass im "Safe Haven" ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen. Und es tödlich enden kann, wenn man zu viele Fragen stellt …

    Ein raffinierter Psychothriller, der in die Abgründe der menschlichen Psyche vordringt und den Leser bis zur letzten Seite in Bann hält.

        Über den Autor

      Susanne Kliem wurde 1965 am Niederrhein geboren. Sie arbeitete als Pressereferentin für Fernsehserien von ARD und ZDF und für das größte deutsche Theaterfestival »Theater der Welt«. Seit 2009 schreibt sie Krimis, für die sie bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde. Zuletzt erschien von ihr der Roman "Trügerische Nähe".

      Erster Satz

      "Die Häuser der alten Stadt duckten sich zusammen in der Kälte."

      Meine Meinung 

      Das Cover stellt eine Fensterwand dar und passt perfekt zum Wohnhaus in dem das Meiste der Geschichte geschieht.
      Der Roman ist vom Sprachstil in der Alltagssprache geschrieben und in 22 Kapitel unterteilt, wobei immer aus der auktorialen Erzählperspektive berichtete wird. 
      Das Buch ist von Anfang an spannend geschrieben und leitet einen zum dauerhaften Weiterlesen. Zum Ende hin wird es nochmal besonders spannend.
      (Achtung Spoileralarm!)
      Carla wird in ihrem kleinen Dorf von einem Stalker heimgesucht und bekommt Drohbriefe mit Fotos von Wunden und Sprüchen wie "Hab nur noch ein wenig Geduld, bald lernen wir uns kennen." Sie  wird von Angstattacken geplagt und mag nicht mehr alleine sein. Zur selben Zeit meldet sich ihre Halbschwester Ellen bei ihr, mit welcher sie kaum Kontakt hat und bittet sie dringend zu ihr nach Berlin. Aufgrund der Panik in Ellens Stimme fährt Carla hin und fühlt sich in der Masse von Menschen sicherer. Ellen verrät ihr, dass sie ein Geheimnis über jemanden aus ihrem nagelneuen und hochmodernen Wohnhaus herausgefunden hat. Sie bangt um ihr Leben und versichert Carla, dass wenn sie tot aufgefunden wird, es kein Unfall war. 
      Als Carla und Ellen dann mitten in Berlin in einem Restaurant sitzen und Ellen einen Anruf bekommt, rausgeht und nie wieder kommt, nimmt die Geschichte ihren Lauf. Ellen wird tot aufgefunden und Carla zieht nach ein paar Überlegungen in Ellens Wohnung des Smart Homes, welches Carla nun geerbt hat. Sie versucht selbst, nachdem die Polizei den Fall zu den Akten gelegt hat, weiter zu forschen. 
      Es ereignen sich alarmierende Vorfälle im hochkomplexen Wohnhaus. 
      Neben einer sich entwickelnden Liebe wird die Unterdrückung und Abhängigkeit eines im Wohnhaus lebenden Sadisten mitreißend erzählt. 

      Fazit

      Die Geschichte ist von Anfang an spannend geschrieben und lässt einen kaum noch los. Es scheint nicht vorhersehbar, wer der Täter ist. 
      Auch ist die sich entwickelnde Beziehung zwischen Carla und einem Mann aus dem Wohnhaus perfekt eingebaut. Denn man weiß bis knapp vor dem Ende nicht, was man von dem Mann und somit von der Beziehung halten soll. 
      Besonders schön fand ich das abschließende Happy End.
      Susanne Kliem hat es wirklich geschafft eine "hintergründige Psychospannung" aufzubauen und diese schön zu verpacken!

      Ich fand das Buch super und kann es jedem empfehlen, der Thriller mag und bis zum Schluss überlegen möchte, wie es ausgehen könnte.



      Vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!



      Eure Celina 

      Samstag, 13. Mai 2017

      Die Schatten von Race Point, PATRY FRANCIS

      Rezensionsexemplar



       Titel: Die Schatten von Race Point
      Auto/in: Patry Francis
      Genre: Roman
      Erschienen am: 20.03.2017
      Verlag: blanvalet
      Seiten: 590
      Format: Taschenbuch, Klappenbroschur
      Preis: 9,99€
      Kaufen? Hier!
      ISBN: 978-3-7341-0337-7


       Bewertung insgesamt: *****


      Klappentext

      Eine Liebe, die stärker ist

      als das Leben. Ein dramatisches

      Ereignis, das alles für immer

      verändern wird... 

       Cape Cod, 1978. Als Kinder sind Hallie Costa und
      Gus Silva unzertrennlich, als Teenager werden sie
      ein Liebespaar -bis ein folgenschwerer Vorfall am
      Strand von Race Point sie scheinbar unwiederbringlich
      auseinandertreibt. Doch Hallie kann ihren Freund nie
      vergessen, und als Gus Jahre später des Mordes angeklagt
      wird, muss sie sich ihren Gefühlen stellen, denn seine
      gesamte Existenz steht auf dem Spiel. Kann sie ihm
      noch einmal helfen, bevor es zu spät ist? Hallie kehrt
      in ihre Heimatstadt zurück und stößt dort auf dunkle
      Geheimnisse von ungeahnten Dimensionen...

      Inhaltsangabe aus dem Buch

      Hallie Costa wächst in einer Umgebung voller Geborgenheiten auf: Nach dem frühen Tod ihrer Mutter lebt sie allein mit ihrem geliebten Vater Nick in einer Kleinstadt am äußersten Zipfel von Cape Cod, wo der Arzt dank seiner guten Ratschläge bekannt ist wie ein bunter Hund. Als die Stadt schwer erschüttert wird durch den Mord an der Mutter von Gus Silva, nimmt Hallie sich ihres Mitschülers an. Zusammen mit ihrem gemeinsamen Freund Neil Gallagher bilden sie bald ein unzertrennliches Trio. Aus Gus' und Hallies Freundschaft wird Liebe -bis ein Zwischenfall am Strand von Race Point das Paar auseinandertreibt und Gus eine folgenschwere Entscheidung trifft: Er tritt dem Priesterseminar bei. Jahre später ist er ein geschätzter Seelsorger. Doch dann taucht eine mysteriöse Frau auf, die die Nähe zu dem jungen Priester sucht, und plötzlich setzt ein weiterer Mordfall Gus' gesamte Existenz aufs Spiel. Hallie spürt, dass sie an den Ort ihrer Kindheit zurückkehren muss, um ihrem früheren Freund zu helfen. Doch ist sie dazu tatsächlich in der Lage? Und wie gut kennt sie Gus wirklich?

      Über die Autorin

      Patry Francis, geboren 1950 in
      Brockton, Massachusetts, lebt mit
      ihrer Familie auf Cape Cod. Ihre
      Erzählungen und Gedichte sind
      in zahlreichen literarischen Zeit-
      schriften erschienen, und sie wurde
      mehrfach für den renommierten
      Pushcart-Preis nominiert.
      Die Schatten von Race Point ist ihr
      erster Roman bei Blanvalet.

      Erster Satz

                                                                   Letzter Eintrag aus den Tagebüchern
                                                                                   von Gustavo Silva junior
      "9. Januar 2011                                   

      Im Gefängnis lernst du, dass niemand unschuldig ist."
      __________________________________________
      "ES WAR ENDE Oktober, die erste kalte Nacht des Jahres, als die neunjährige Hallie Costa dem tanzenden Lichtschein ihrer Taschenlampe die Dachtreppe hinauf folgte, unwiderstehlich angezogen von dem schwarzen Himmel, dem brackigen Geruch des Windes, der in Böen von der Bucht herüberwehte, und der Gesellschaft des Möwerichs, der neben dem Schornstein schlief."

       Meine Meinung

      Das Cover von dem Buch sieht sehr schön aus, jedoch finde ich, dass ein Strand besser zur Geschichte gepasst hätte. Die einzelnen Dinge lassen das Buch gut zu Geltung kommen und ich finde auch, helle Farben sehen immer super aus :D
      Der Titel passt auch gut zur Story, da überall -egal wo du bist- Geheimnisse sind. 
      Die Geschichte ist wirklich beeindruckend geschrieben! Ich kam einfach nicht mehr von dem Buch weg! Die Stellen der Liebesgeschichte, aber auch als es packend wurde, haben mir sehr gefallen.
      Patry Francis schafft es mit ihrer unglaublich tollen Erzählweise eine Geschichte über Familie, Freundschaft, Liebe und Verrat zu schreiben, ohne der Geschichte die Spannung zu nehmen.
      Die einzelnen Charaktere werden toll beschrieben und ich hatte oft das Gefühl, ich würde Hallie, Gus und Neil wirklich kennen, weil sie auch in der allwissenden Person geschrieben wurden. Aber so, dass man auch wusste, wer gerade von den Charakteren dran ist.
      Zudem finde ich auch toll, dass die Autorin die Geschichte wirklich glaubwürdig geschrieben hat. Nicht zu romantisch und doch auch wieder schön, wie eine junge Teenager-Liebe beschrieben wurde.
      Es gab natürlich auch mal Stellen wo man dachte, dass nichts mehr kommt, aber dann wurde es wieder super spannend!

      Dieses Buch zeigt uns was Liebe ist, wie stark der Zusammenhalt einer Familie sein kann, wie tief die Abgründe einer menschlichen Seele sein können und was Egoismus und Neid aus einem Menschen machen können.

      Als Fazit kann ich sagen, dass mir die Geschichte super gefallen hat. Patry Francis hat es geschafft, die Geschichte nicht zu kitschig -oder sonst noch was- zu schreiben, sondern hat es genau perfekt für einen geschrieben. Der Roman zeigt einem wirklich, wie das echte Leben sein kann und das auch nicht immer alle Menschen ehrlich zu einem sind. Ein dramatischer, vielschichtiger und bewegender Roman. Das war für mich auch der Grund, warum ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte!

      Also: Mir hat die Geschichte super gefallen! Ich liebe sie!


      Ein großer Dank an das Bloggerportal und auch Dankeschön an den Verlag Blanvalet für das Rezensionsexemplar!



      Eure Jacky 

      Donnerstag, 11. Mai 2017

      Medea Stimmen

      von Christa Wolf

       


      Bewertung insgesamt: ***

      Genre: Roman
      Erschienen am: Januar 1998
      Verlag: dtv
      Seiten: 217 Seiten
      Format: Taschenbuch/Softcover
      Preis: 9,99€
      Kaufen? Hier!


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      Klappentext

      Als Frau des Argonauten Jason lebt Medea in Korinth, wohin sie ihm aus ihrer Heimat Kolchis gefolgt ist. Im königlichen Palast Korinths gerät sie in ein Spiel aus Verleumdungen, Intrigen und Lügen. Der Kampf um die Macht steht im Mittelpunkt, und Medea soll als Sündenbock geopfert werden. Die Medea der griechischen Tragödie, die Barbarin, Giftmischerin, die rachsüchtige Mörderin – hier wird diese Frauenfigur aus dem jahrtausendealten Mythos gelöst, das überkommene Bild revidiert. In ihrem Erfolgsroman erzählt Christa Wolf die Geschichte der Medea neu und entwirft das Porträt einer eigenwilligen, ungewöhnlichen Frau.

          Über den Autor

        Christa Wolf wurde am 18.März 1929 als Tochter eines Kaufmannes in Landsberg/ Wartha geboren. Sie studierte in Jena und Leipzig Germanistik, arbeitete als Verlagslektorin und lebte dann als freie Schriftstellerin in Berlin. Ihr umfangreiches erzählerisches und essarisches Werk ist mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet worden.

        Erster Satz

        "Auch tote Götter regieren."

        Meine Meinung 

        Das Cover stellt alte Figuren dar und passt sehr gut zu der zeitlichen Geschichte von Ovid Metamorphosen, auf die dieser Roman beruht.
        Der Roman ist vom Sprachstil in der Alltagssprache geschrieben und die 11 Monologe werden von 6 Personen gesprochen, weshalb keine kontinuierlich voranschreitende Handlung vorhanden ist. Es werden die verschiedenen Sichtweisen auf Medea abgebildet.
        Der Inhalt ist gut verpackt und nicht langwierig. Ich würde es nicht als spannend bezeichnen, doch als Lektüre für die Uni oder Schule ist es definitiv wunderbar geeignet. 
        Medea, die Tochter des Königs von Kolchis, ist die Protagonistin über die die anderen Monologe meistens handeln. Sie hat Jason in ihrer Stadt dazu verholfen in Besitz des goldenen Vlieses zu gelangen. Dann flieht sie mit ihm und den Argonauten.
        Daraufhin gelangen sie nach Korinth. Nach außen hin regiert dort der König Kreon, wohingegen jedoch der erste Astronom Akamas im Hintergrund der Leitende ist.
        Gefährlich wird es für Medea, nachdem sie der Königin eines Tages folgt und das Staatsgeheimnis herausfindet. Dabei handelt es sich um eine unmoralische Tat des Königs, bei der er seine Tochter töten ließ, damit sein Sturz verhindert wurde.
        Akamas erfährt darüber, dass Medea über die Tat Bescheid weiß und  setzt alles darauf Gerüchte zu verbreiten, damit sie in der Gesellschaft schlecht angesehen ist. Dies führt endgültig dazu, dass sie aus der Stadt verbannt wird. Ihre Kinder werden gesteinigt und der Mythos verbreitet, dass sie selbst sie ermordet hätte.



        Fazit

        Die Geschichte ist auf der textuellen Grundlage von Ovid Metamorphosen geschrieben, da bei beiden der Medea Mythos vorhanden ist. Christa Wolf ergänzte ihre Roman noch um das derzeit aktuelle Thema der emanzipierten Frau und stellte dies mit Hilfe der Medea als eigenständige Frau und der Korinther als unterwürfige Frauen dar. Außerdem kann man gut verfolgen, dass sie im Gegensatz zum Ovid Mythos nicht als böse sondern durchgehend moralisch handelnde Person dargestellt wird. 
        Alles in allem merkt man schnell, dass dies ein Roman ist, welchen man gut analysieren kann und sich somit perfekt als Grundlage für die Schule oder das Studium eignet. Der Inhalt ist ebenfalls interessant und weiterzuempfehlen. 



        Eure Celina