Donnerstag, 11. Mai 2017

Medea Stimmen

von Christa Wolf

 


Bewertung insgesamt: ***

Genre: Roman
Erschienen am: Januar 1998
Verlag: dtv
Seiten: 217 Seiten
Format: Taschenbuch/Softcover
Preis: 9,99€
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Klappentext

Als Frau des Argonauten Jason lebt Medea in Korinth, wohin sie ihm aus ihrer Heimat Kolchis gefolgt ist. Im königlichen Palast Korinths gerät sie in ein Spiel aus Verleumdungen, Intrigen und Lügen. Der Kampf um die Macht steht im Mittelpunkt, und Medea soll als Sündenbock geopfert werden. Die Medea der griechischen Tragödie, die Barbarin, Giftmischerin, die rachsüchtige Mörderin – hier wird diese Frauenfigur aus dem jahrtausendealten Mythos gelöst, das überkommene Bild revidiert. In ihrem Erfolgsroman erzählt Christa Wolf die Geschichte der Medea neu und entwirft das Porträt einer eigenwilligen, ungewöhnlichen Frau.

      Über den Autor

    Christa Wolf wurde am 18.März 1929 als Tochter eines Kaufmannes in Landsberg/ Wartha geboren. Sie studierte in Jena und Leipzig Germanistik, arbeitete als Verlagslektorin und lebte dann als freie Schriftstellerin in Berlin. Ihr umfangreiches erzählerisches und essarisches Werk ist mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet worden.

    Erster Satz

    "Auch tote Götter regieren."

    Meine Meinung 

    Das Cover stellt alte Figuren dar und passt sehr gut zu der zeitlichen Geschichte von Ovid Metamorphosen, auf die dieser Roman beruht.
    Der Roman ist vom Sprachstil in der Alltagssprache geschrieben und die 11 Monologe werden von 6 Personen gesprochen, weshalb keine kontinuierlich voranschreitende Handlung vorhanden ist. Es werden die verschiedenen Sichtweisen auf Medea abgebildet.
    Der Inhalt ist gut verpackt und nicht langwierig. Ich würde es nicht als spannend bezeichnen, doch als Lektüre für die Uni oder Schule ist es definitiv wunderbar geeignet. 
    Medea, die Tochter des Königs von Kolchis, ist die Protagonistin über die die anderen Monologe meistens handeln. Sie hat Jason in ihrer Stadt dazu verholfen in Besitz des goldenen Vlieses zu gelangen. Dann flieht sie mit ihm und den Argonauten.
    Daraufhin gelangen sie nach Korinth. Nach außen hin regiert dort der König Kreon, wohingegen jedoch der erste Astronom Akamas im Hintergrund der Leitende ist.
    Gefährlich wird es für Medea, nachdem sie der Königin eines Tages folgt und das Staatsgeheimnis herausfindet. Dabei handelt es sich um eine unmoralische Tat des Königs, bei der er seine Tochter töten ließ, damit sein Sturz verhindert wurde.
    Akamas erfährt darüber, dass Medea über die Tat Bescheid weiß und  setzt alles darauf Gerüchte zu verbreiten, damit sie in der Gesellschaft schlecht angesehen ist. Dies führt endgültig dazu, dass sie aus der Stadt verbannt wird. Ihre Kinder werden gesteinigt und der Mythos verbreitet, dass sie selbst sie ermordet hätte.



    Fazit

    Die Geschichte ist auf der textuellen Grundlage von Ovid Metamorphosen geschrieben, da bei beiden der Medea Mythos vorhanden ist. Christa Wolf ergänzte ihre Roman noch um das derzeit aktuelle Thema der emanzipierten Frau und stellte dies mit Hilfe der Medea als eigenständige Frau und der Korinther als unterwürfige Frauen dar. Außerdem kann man gut verfolgen, dass sie im Gegensatz zum Ovid Mythos nicht als böse sondern durchgehend moralisch handelnde Person dargestellt wird. 
    Alles in allem merkt man schnell, dass dies ein Roman ist, welchen man gut analysieren kann und sich somit perfekt als Grundlage für die Schule oder das Studium eignet. Der Inhalt ist ebenfalls interessant und weiterzuempfehlen. 



    Eure Celina 

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